Vom Trainingsstall zum eigenen Business – Starthilfe für junge Unternehmer in Mosambik!

Unterwegs in Afrika mit dem Chef der International Egg Foundation

  • Ebenezer Agricultural College: Big Dutchman rüstet vier neue Trainingsställe für die Eiererzeugung aus
    Ebenezer Agricultural College: Big Dutchman rüstet vier neue Trainingsställe für die Eiererzeugung aus

Vollgepackt mit nahezu allen lebenswichtigen Nährstoffen: Eier sind ein wahres Superfood. Noch dazu eines, das erschwinglich ist und sich mit etwas Know-how und überschaubarem Investment fast überall auf der Welt produzieren lässt. Es gibt jedoch Orte, wo es selbst an diesen einfachen Mitteln fehlt. Hier setzt die Arbeit der International Egg Foundation (IEF) an.

Gemeinsam mit Partnerunternehmen aus der Industrie und der „Superkraft“ vom Ei Mangelernährung entgegenwirken – das hat sich die IEF auf die Fahne geschrieben. In Regionen, die von Armut geprägt sind, fördert sie Projekte, die gezielt die lokale Eierproduktion stärken, um mehr Menschen Zugang zum Ei zu ermöglichen. Big Dutchman ist von Beginn an Partner an ihrer Seite. 

Zusammen mit Kollege Leon Höft aus dem Sales-Team und Bruce Doyeema, Chairman der IEF, hat Big Dutchman-Mitarbeiterin Maike Stölting zwei unserer gemeinsamen Projekte besucht. Erste Station: Das Ebenezer Agrar-College im Nordosten Mosambiks. Dort lernen junge Mosambikaner “on the job” die Grundlagen der Eier-Produktion – dank uns und der IEF ab sofort in einem brandneuen Trainingsstall.

IEF-Chairman und "Hennen-Flüsterer" Bruce Doyeema: Er versteht Hühner mindestens genauso gut wie Menschen.  

Hennenflüsterer Bruce

7 Uhr morgens im Rapale District, etwas oberhalb der Stadt Nampula: Aus dem neuen Trainingsstall des Ebenezer Agricultural College tönen heute Morgen nur gedämpfte Laute. „Die sind übermüdet von der kurzen Nacht“, sagt Bruce während er fachmännisch die Futterschale der Hennen kontrolliert. „Zu voll“, lautet das Urteil.

„Die Hennen brauchen kleinere Mengen über den Tag verteilt und eine große Mahlzeit vor dem Schlafen“, erklärt er den Studenten. Das letzte Futter des Tages wirke sich maßgeblich auf die Qualität der Eierschale aus. „Wenn es zu heiß ist, haben sie tagsüber keinen Appetit, dann müsst ihr darauf achten, dass sie früh morgens und spät abends genug fressen."  

Rund 2.000 Legehennen haben am Abend zuvor den ersten der vier neuen Trainingsställe bezogen. Auch für die Studenten ein besonderer Tag. Zehn kleinere Hütten mit rund 400 Hennen und etwa sechsmal so vielen Masthähnchen hatten sie bisher in ihrer Obhut. Nun bekommt ihr Geflügeltrainingscenter eine umfassende Erweiterung: Vier neue Legehennen-Ställe für insgesamt 5.000 Hennen. Ausgestattet mit Big Dutchman-Systemen.

Die sind Neuland für die Studenten. Deshalb steht zunächst eine Einweisung von Fachmann Bruce auf dem Programm – neben seinem Vorsitz bei der IEF selbst Hühner-Farmer und Besitzer eines kleinen Legehennen-Imperiums in den USA. „Für den Anfang immer an die FLAWS-Regel denken, das steht für Food, Light, Air, Water, Sanitation. Ausreichend Futter, Licht, Luft, Wasser und Hygiene sind die Grundlage für Wohlbefinden und Produktivität der Hennen“, gibt Bruce den Studenten mit auf den Weg. „Das geschulte Auge kommt mit der Zeit.“ 

Jeder fange mal klein an - das ist ihm wichtig zu betonen. Er selbst wuchs auf einer Farm mit Hühnern und Rindern auf.  „Mit 13 habe ich mir zwölf eigene Hühner zum Geburtstag gewünscht“, sagt Bruce. Er bekam 24, hat mittlerweile die elterliche Farm übernommen und zu einem Großbetrieb mit mehreren Millionen Legehennen weiterentwickelt. Durch die Arbeit bei der IEF will er seine Expertise weitergeben und Menschen unterstützen, denen die nötige Starthilfe fehlt. „Legehennen-Systeme erfordern ein etwas höheres Investment, aber dafür müsst ihr weniger Zeit für die Pflege der Hennen aufwenden“, erläutert Bruce.

Das Startkapital für ihr eigenes Unternehmen erarbeiten sich die Studenten während ihrer zweijährigen Ausbildung am Ebenezer College: Eier und Fleisch aus eigener Produktion werden auf den lokalen Märkten verkauft, der Erlös auf ein Sparbuch gelegt und nach Beenden der Ausbildung ausgezahlt. 

Mosambik

Eine große Chance für die jungen Frauen und Männer zwischen 18 und 25 Jahren, die in einem Land aufgewachsen sind, das zu den ärmsten der Welt gehört. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von der Subsistenzlandwirtschaft – deren Existenz wird jedoch immer wieder von Wetterextreme wie Dürren oder Zyklone bedroht. Mangelernährung ist allgegenwärtig. Der durchschnittliche Eierkonsum pro Kopf beträgt 10 Stück pro Jahr. Zum Vergleich: in den USA sind es 290. 

Rosa und Aurelio haben zwei der insgesamt 50 begehrten Plätze am College ergattert. Für die Ausbildung haben sie ihre Familien verlassen und sind nach Rapale auf das Gelände des Agrar-Colleges gezogen: Sechs Tage die Woche erhalten sie hier ein kostenloses Intensivtraining und lernen die Grundlagen der Landwirtschaft. Freie Kost und Logis inklusive. 

College-Alltag

Die Vormittage stehen im Zeichen des Praxistrainings – Ausmisten gehört ebenso dazu wie Eier sortieren und bei den Hühnern nach dem Rechten sehen. Nachmittags gibt es drei Stunden Theorieunterricht. Neben Geflügelhaltung und Gemüseanbau, steht auch „Unternehmertum“ auf dem Stundenplan.

„Die Studenten lernen hier, wie sie mit einfachen Mitteln eine nachhaltige und kostengünstige Produktion aufbauen und sich damit eine Existenzgrundlage schaffen“, sagt Bruce. 

Zukunft

Studentin Rosa hat schon genaue Vorstellungen, was sie nach der Ausbildung machen will: „Nach dem College möchte ich mir mit Legehennen ein profitables Geschäft aufbauen, so dass ich nicht nur mich und meine Familie ernähren, sondern auch kommerziell produzieren kann." Student Aurelio ist noch etwas unschlüssig, aber eines steht für ihn fest: „In jedem Fall möchte ich das, was ich hier gelernt habe, anderen Leuten in meiner Community beibringen."

Eine Lektion haben beide, auch dank Bruce, jetzt schon verinnerlicht: Kleine Farmer können zu großen Unternehmern heranwachsen.

Fortsetzung folgt….


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