Zum dritten Mal haben sich die weltweiten Engineering Directors von Big Dutchman jetzt persönlich getroffen – dieses Mal in China. Das erklärte Ziel: Die Teams wollen global enger zusammenrücken, Erfahrungen austauschen und Synergien nutzen. Über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg!
Roadshow durch die "Werkstatt der Welt"
Big Dutchman-Engineering unterwegs in China
China
Der „Austragungsort" des Treffens war nicht zufällig gewählt: China wird als Markt immer wichtiger für den deutschen Stalleinrichter. Und: Voneinander lernen funktioniert am besten persönlich – zumal China immer besser wird und der Service dort längst überzeugt.
“Gleichzeitig gibt es bei uns nach wie vor noch eine gewisse Unsicherheit gegenüber Produkten ‘Made in China’ und in der Tat müssen wir genau hinschauen", sagt Günter Möller, Head of Engineering. Wie immer, macht man sich am besten vor Ort selbst ein Bild – um hinterher vielleicht das eine oder andere Vorurteil auszuräumen.
Start
Los ging es in Shanghai und mit dem Überland-Bus weiter bis nach Nantong, Sitz der chinesischen Big Dutchman-Tochterfirma Light On, über die das Familienunternehmen Haltungssysteme für Legehennen vertreibt.
Mit dabei waren Kolleginnen und Kollegen des Einkaufs, die vor Ort zeitgleich zum Supplier Day eingeladen hatten. Beide Teams betonten die steigende Bedeutung des chinesischen Marktes für Big Dutchman.
Der Kunde ist König
„Das Klischee der chinesischen Billigproduktion ist mittlerweile nur noch die halbe Wahrheit“, sagt Günter Möller. China produziere heutzutage viele hochwertige Güter, und auch die Arbeitsmentalität habe sich stark verändert:
„Was uns bei unseren chinesischen Lieferanten auffällt, ist ein ausgeprägtes Dienstleistungsdenken und das Bestreben sich kontinuierlich zu verbessern. Wir erleben hier Service weit über den offiziellen Auftrag hinaus.“
Freude am Fahrplan
Und noch eine Sache fiel positiv auf: Verspätung bei öffentlichen Verkehrsmitteln? Fehlanzeige. Pünktlich ging es also weiter in die chinesische Metropole Qingdao, rund 550 Kilometer südöstlich von Peking - mit gut sechs Millionen Einwohnern eine der „kleineren“ chinesischen Städte.
Zwei Lieferanten-Besuche standen auf dem Programm, inklusive Besuch im hauseigenen Labor für Qualitätssicherung. Die Big Dutchman-Ingenieure waren sich einig: Der Standard ist bemerkenswert. „Das, was wir dort gesehen haben, setzt die Messlatte im internationalen Vergleich sehr hoch“, betont Günter.

Tsingtao statt Becks
Apropos hoher Standard: Abends gab es dann „deutsches Bier“ made in China. Das Tsingtao-Bier wurde 1903 während der Kolonialzeit von der deutschen Brauerei Germania in China eingeführt.
Heute läuft es andersherum und chinesische Waren erobern die Welt. „In Kürze wird die erste komplette Legehennen-Anlage aus chinesischer Produktion zu einem unserer Kunden nach Lateinamerika geliefert“, sagt Günter.
Selbst zolltechnisch habe die neue Lieferkette Vorteile: „Innerhalb Lateinamerikas benötigen wir für die Zollabwicklung einzelner Komponenten oftmals länger, als wenn wir Produkte aus China ordern.“
Endstation Peking
Letzter Stopp war das Big Dutchman-Büro in der Hauptstadt Peking bzw. “Beijing”. Hier endete die fünftägige „Engineering Roadshow“ durch China. Mit vielen überraschenden Eindrücken von der neuen „Werkstatt der Welt“ ging es zurück in den Flieger – der hob selbstverständlich pünktlich ab.
